Von Kira Buchsbaum, 3HLKa

Wenn man im Publikum sitzt, denkt man nicht oft über die vielen Hände nach, die rund um die Bühne zusammengreifen. Wir haben uns die Arbeit angeschaut, die das Publikum nicht sehen darf. Begonnen hat unser Ausflug in alle Ecken und Enden der Oper Graz dort, wo man als Besucher:in auch als erstes hinkommt, im Foyer. Von dort aus ging es für uns in die ersten Reihen der Zuschauerränge. Dort angekommen wurden uns zum Einstieg die Bilder an der Decke genauer beschrieben. Im Anschluss haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt und getrennt das Operngebäude erkundet. Eine Gruppe war zuerst im Keller bei der Requisite. In dem äußerst verwinkelten Kellerraum waren alle möglichen Gegenstände aufbewahrt. Jegliche Art von Essen, Büchern, Laternen und Gehstöcken war dort zu finden. Nach dem nicht enden wollenden Gegenstandslabyrinth ging es für uns in den Unterboden der Bühne, dorthin wo alle Künstler:innen verschwinden, wenn sie im Boden versinken. Im Anschluss ging es für uns in die Höhe, nichts für schwache Nerven, der Schnürboden. Ein Großteil des Bühnenbildes wird an langen Stäben befestigt und je nach Bedarf in die Höhe gehoben oder wieder abgesenkt. Keine einfache Aufgabe, wie wir erfahren haben, denn die Stäbe dürfen sich beim Anheben nicht viel bewegen, da sie sonst Geräusche machen oder, noch schlimmer, sich verheddern. Da gerade für eine Probe aufgebaut wurde, konnten wir die Herren im Schnürboden nicht lange aufhalten und sind zügig weitergegangen, in die Maske. Die Maskenbildnerin hat uns im Maskendepot gezeigt, wie sie Perücken anfertigen und an den Darsteller:innen anbringen. Kurz hat sie uns noch gezeigt, wie sie blutige Wunden mit Make-Up malen und dann ging es für uns auch schon weiter zu den Kostümen. Uns wurde die Möglichkeit geboten, Kostüme aus alten Stücken anzuprobieren und Bilder in diesen zu machen. Wir alle sind begeistert gewesen von dem Angebot und haben unsere Rolle in den Kostümen voll ausgelebt, als wären wir gemeinsam im Rampenlicht auf der Bühne. Zum Schluss haben wir uns noch das Bühnenbilderarchiv angeschaut. Einige Bühnenbilder haben wir schon aus besuchten Veranstaltungen gekannt. Besonders beeindruckend war die Größe der Skulpturen. Und zum Abschluss durften wir sogar noch von der Bühne in den Zuschauerraum schauen – wow! Alles in allem waren wir alle sehr begeistert von den vielen Eindrücken, die wir sammeln konnten und jetzt gehen wir bestimmt aufmerksamer in jede kommende Vorstellung.

