Von Schüler:innen der 1HLWc

Im Rahmen eines Musikausflugs besuchten wir im Congress Graz die Generalprobe eines besonderen Konzertprogramms zum Thema „Die vier Elemente“. Dabei erhielten wir nicht nur spannende Einblicke in die Arbeit eines professionellen Orchesters, sondern konnten auch erleben, wie unterschiedlich Komponistinnen und Komponisten die Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft künstlerisch darstellen.
Während der Generalprobe konnten wir zwei sehr unterschiedliche musikalische Darstellungen der vier Elemente erleben.
Den ersten Programmpunkt bildete „Les Élémens“ von Jean-Féry Rebel. Unter der Leitung von Dirigent Ing-mar Beck entfaltete sich eine eindrucksvolle Klangwelt, in der die Naturgewalten auf überraschende und teilweise sehr dramatische Weise dargestellt wurden. Die kraftvollen musikalischen Bilder machten deutlich, wie kreativ Komponisten bereits vor mehreren Jahrhunderten Naturphänomene vertonten. Manche Schülerinnen und Schüler hatten dabei das Gefühl, in eine frühere Zeit versetzt zu werden und die Natur so zu erleben, wie Menschen sie damals wahrgenommen haben.
Einen starken Kontrast dazu bildete das Violinkonzert „Tipping Points“ der Oscarpreisträgerin Rachel Portman. Die englische Komponistin, die für ihre gefühlvollen Filmmusiken bekannt ist, nimmt das Publikum in diesem Werk auf eine berührende Reise durch die vier Elemente mit. Die Soloviolinistin Alexandra Tirsu überzeugte mit ihrem virtuosen und ausdrucksstarken Spiel und verlieh den wunderschönen Melodien des Werks eine besondere Tiefe. Ergänzt wurde das Werk durch die Lesung von Christiane Willms, die Texte aus dem Gedichtzyklus „Tipping Points“ vortrug.
Besonders spannend war für uns der Vergleich zwischen den beiden Werken. Während Rebel die Elemente mit dramatischen und kontrastreichen Klängen darstellte, setzte Portman auf eine moderne, emotionale und filmische Tonsprache. Dadurch konnten wir die Unterschiede zwischen verschiedenen musikalischen Epochen unmittelbar erleben.
Neben den Werken selbst war es auch faszinierend, die Arbeit eines professionellen Orchesters zu beobachten. Wir konnten die zahlreichen Instrumente aus nächster Nähe sehen und miterleben, wie die Musikerinnen und Musiker gemeinsam mit dem Dirigenten an den Feinheiten der Interpretation arbeiteten. Viele Schülerinnen und Schüler fanden es interessant zu sehen, wie harmonisch die Zusammenarbeit innerhalb eines Orchesters funktioniert.

Im Anschluss an die Generalprobe wurden wir gebeten, das Erlebnis mit einem einzigen kreativen Satz zu beschreiben – allerdings ohne die Wörter „Musik“, „Konzert“ oder „Barock“ zu verwenden. Die Antworten zeigten, wie unterschiedlich unsere Eindrücke sind:

„Du wirst in eine frühere Zeit zurückversetzt und lebst die Natur wie vor vielen Jahrhunderten – wichtig dabei ist, sich darauf einzulassen und mitzufühlen.“
„So eine abwechslungsreiche und entspannte Atmosphäre, bei der man richtig gut abschalten konnte, bekommt man nicht alle Tage zu spüren.“
„Eine sehr abwechslungsreiche und entspannte Atmosphäre, die zum Abschalten einlädt, begegnet einem nicht jeden Tag.“
„Es ist sehr interessant zu sehen, wie die Menschen miteinander harmonieren.“
„Spannend, aber irgendwie anders und neu – nicht standardmäßig.“

Die Aussagen zeigen, dass die Generalprobe nicht nur als kulturelles Erlebnis wahrgenommen wurde, sondern auch Emotionen, Bilder und Gedanken auslöste, die weit über das bloße Zuhören hinausgingen.
Insgesamt war der Besuch der Generalprobe ein interessantes und abwechslungsreiches Erlebnis. Wir erhielten nicht nur Einblicke in die Arbeit eines Orchesters, sondern konnten auch erfahren, wie vielfältig und kreativ das Thema der vier Elemente künstlerisch umgesetzt werden kann. Der Musikausflug bot uns neue Perspektiven auf Klang, Natur und die Ausdrucksmöglichkeiten verschiedener musikalischer Stilrichtungen.