Von Eva Dirninger-Weissensteiner

Die fächerübergreifende Projektidee „connect.create.care – dein ganz persönliches Bild von Heimat“ wurde an der Schrödinger in den dritten Jahrgängen umgesetzt und verbindet die Unterrichtsgegenstände Musikerziehung und Bildnerische Erziehung. Ziel war, das vielschichtige Thema „Heimat“ künstlerisch, reflexiv und kreativ zu erschließen und hierfür sowohl analog und digital zu arbeiten.
Ausgangspunkt bildete im BE-Unterricht die Gestaltung einer Collage zum Thema Heimat, ergänzt durch eine fotografische Dokumentation des Prozesses. Parallel dazu näherten sich die Schüler:innen im ME-Unterricht über das Hören von Smetanas Komposition „Die Moldau“ dem Thema an. Eigene Assoziationen wurden gesammelt, reflektiert und mit persönlicher Erfahrung verknüpft. Auf dieser Grundlage verfassten die Lernenden individuelle Poetry-Slam-Texte, wobei KI-Werkzeuge gezielt eingesetzt wurden, um den kreativen Schreibprozess zu unterstützen und weiterzuentwickeln.
Heimat – wo ist Heimat? Wo fängt sie an?
In einem Land? Bei einem Mann?
Oder doch bei der Arbeit, die ich tu‘?
wohin mein Herz sich verzieht, imm wieder, ohne Ruh‘
So entstanden Texte, mit denen sich die Schüler:innen identifizieren und die sie performativ umsetzen sollten. Die fertigen Slams wurden schließlich als Audioaufnahmen festgehalten und mit den gestalteten Collagen in einem Filmprojekt zusammengeführt. Mithilfe digitaler Schnittprogramme entstand so ein multimediales Kunstprodukt, das Bild, Sprache und Klang vereint.
Den Abschluss bildeten die gemeinsame Präsentation und Reflexion der Arbeiten sowie die Auswahl eines Beitrags pro Klasse für die Einreichung beim Wettbewerb connect.create.care Kunst, KI und Schule zwischen Pixel, Pinsel & Poesie.

Unabhängig davon, dass das Projekt in den einzelnen Klassen zu einem besseren Verständnis untereinander geführt hat und sich positiv auf die Klassengemeinschaft ausgewirkt hat, sind wir nun gespannt, ob unsere Projekt auch von der Jury so positiv aufgenommen werden und vielleicht noch mit einem Preisgeld belohnt werden. Es bleibt also spannend.
Über die QR-Codes unten sind ausgewählte Projekte aus den einzelnen Klassen zu hören. In der 3HLWd wurde von der Klasse die Arbeit von Sophie Eisenberger gewählt, die mit ihrer emotionalen Darstellung von Heimat sicher vielen aus der Seele spricht. Die 3HLWa hat sich für den Slam von Ajla Pehlic entschieden, die mit ihrer Geschichte von alter und neuer Heimat berührt. Aus ähnlichen Beweggründen hat sich die 3HLKa für die Arbeit von Sophia Poppe entschieden, die auch von Heimat an verschieden Orten spricht. „Für die einen ist es ein Ort, für die anderen ein Gefühl. Und manchmal ist es einfach nur die Sehnsucht, irgendwohin zu gehören.“

Zu den Siegervideos:
Sophie Eisenberger, 3HLWd
Ajla Pehlic, 3HLWa
Sophia Poppe, 3HLKa