Von Valerie Harkam, Mia Lackner, Hannah Leger und Lisa Wolfbauer, 2HLKa

Im Rahmen des Medienworkshops der 2HLKa hatten wir vier Schülerinnen den Auftrag, ausfindig zu machen, wie Personen auf Kunst im öffentlichen Raum reagieren. Die Passant:innen wurden gefragt, ob sie Kunstwerke aktiv wahrnehmen und diese auch als Kunst bezeichnen würden.
Das erste kontroverse Kunstwerk auf der Liste war die Decke des Grazer Hauptbahnhofs: Diese wurde im Zusammenhang mit Graz 2003 – Kulturhauptstadt Europas von Peter Kogler künstlerisch gestaltet. Die bedruckte Kunststoffdecke soll durch geometrische und digital erzeugte Muster die Wahrnehmung von Bewegung im öffentlichen Raum erlebbar machen. Auf die meisten befragten Passant:innen wirkte dieses Werk jedoch eher unscheinbar und düster. „Es passt zur derzeitigen politischen Lage und es fehlt an Euphorie.“, antwortete einer der Befragten. Andere merkten an, dass die Gestaltung für einen Ort, der schon so lange besteht wie dieser, zu modern ist, und das Motiv kaum zu erkennen währe.
Die nächste Station der Umfrage ist das Lichtschwert. Die 54m hohe Skulptur des Künstlers Hartmut Serbisch wurde 1992 im Rahmen des Festivals steirischer herbst vor der Grazer Oper ausgestellt und symbolisiert bis heute Freiheit, Schutz und kulturelle Offenheit. Bei der Frage wie die moderne Skulptur zur prunkvollen Bauweise der Oper passt, spalten sich die Meinungen. Auf der einen Seite finden manche den Kontrast zwischen Alt und Neu spannend und sehenswert, andere wiederum würden das Lichtschwert zwar als Kunst bezeichnen, finden jedoch nicht, dass es zu einem kulturell geprägten Ort wie dem Opernhaus passt.
Abschließend lässt sich sagen, dass Kunst für die Stadt Graz eine sehr wichtige Rolle spielt, jedoch liegt die Schönheit im Auge der Betrachter:innen.