Von Theodora Müller, 1HLWb
Die 1HLWb und die 1HLKa der Schrödinger in Graz waren am 16.12. auf einer Exkursion in der Südoststeiermark. Dabei sollten sie die Schinkenmanufaktur Vulcano, den Schokoladenhersteller Zotter sowie die Essig- und Spirituosenmanufaktur Gölles besser kennenlernen und analysieren.
Die Exkursion begann mit Vulcano. Die Schülerinnen und Schüler durften die Geschichte der Schinkenmanufaktur erfahren und merkten dabei, dass Franz Habel sehr großen Wert auf die Schweinehaltung legt. Die Schweine werden mit bestem regionalen Futter versorgt, haben viele Spielmöglichkeiten und viel Auslauf. Im Betrieb gilt 110kg pro 2qm, im Vergleich dazu wären es im Mastbetrieb 0,75qm pro 110kg. Mit viel Zeit und Gewürzen werden die Schinken anschließend in einem Raum 36 Monate gereift. Während dieser Zeit durchläuft ein Jahreszeiten-Zyklus den Raum und gibt dem Schinken die perfekten Bedingungen, damit am Ende der pure Genuss bleibt. Die aufwendige Lufttrocknung ist Spezialität des Unternehmens, mit der sie ihren Schinken noch mehr verfeinern. In dieser Zeit verliert der Schinken viel Wasser und Gewicht. Danach durften die Schülerinnen und Schüler den leckeren Schinken auch verkosten.
Im Anschluss durften sie bei Gölles den Weg des Obstes mitverfolgen, das später zu edlem Brand und feinem Essig verarbeitet wird. Mitten im größten Obstanbaugebiet werden die von Hand geernteten Früchte zuerst gewaschen, entkernt und schließlich gepresst. Jahrelang wird der Saft im größten Essigfasskeller Österreichs gelagert. Dabei bilden sich Essigmuttern, mit denen man Schnaps in Essig umwandeln kann. Die Gärung erfordert viel Geduld, denn die zerkleinerten Früchte werden bei 17-19 °C in einem großen Edelstahltank 1-2 Wochen gebrannt. Dabei wandelt sich der natürliche Fruchtzucker in Alkohol um. Danach werden sie in Kupferkesseln zuerst zum Rau- und dann zum Feinbrand destilliert. Im Anschluss wird der Brand 2-3 Jahre in Glasballons gelagert. Mit ihren vielen Essigen stellen sie mit einem Rätsel ihre Kund:innen auf die Probe.


Nach diesem sauren Erlebnis ging es nun zu Zotter, wo die Schüler:innen die leckere Schokolade verkosten und dem Herstellungsprozess zusehen durften. Dem Inhaber Josef Zotter ist es sehr wichtig, seinem Konzept „Bean-to-Bar“ nachzugehen und nur mit fair gehandeltem Bio-Kakao aus bester Qualität seine Schokolade zu verfeinern. „Bean-to-Bar“ bedeutet, dass Josef Zotter die gesamte Schokoladenproduktion übernimmt, von der Bohne bis zur Tafel. In der Erlebniswelt „Zotter“ wird nicht nur sensationelle Schokolade, sondern auch ein ökologischer Tiergarten geboten, in dem Herr Zotter seine verrückten Einfälle, wie einen Schokoladenfriedhof oder eine Reihe an kreativen Skulpturen, mit seinen Besucher:innen teilt. Im Tierpark hält er „essbare“ Tiere wie Murbodner-Rinder und Wollschweine sowie Tiere, die fast vom Aussterben bedroht sind, wie Bennet-Wallabys (Känguruart). Seit 1992 wird Schokolade hergestellt, mit der heute viele Genusstouren angeboten werden. Dazu gehört auch ein Shop, in dem Schokolade, Wein und Fleischprodukte verkauft werden. Josef Zotter betreibt außerdem einen Shop in Shanghai (China), in dem er Trinkschokolade, Kaffee und Schokolade verkauft, sowie die Möglichkeit anbietet, dass Kund:innen ihre eigene Schokolade kreieren können.

