Von Lisa Wolfbauer, 2HLKa

Mein dreiwöchiger Erasmus-Aufenthalt in Chiclana de la Frontera war eine unvergessliche und unglaublich bereichernde Erfahrung. Gemeinsam mit zwei Mädchen aus meiner Schule und zwei weiteren Mädchen aus der Modellschule reiste ich nach Spanien, wo wir eine intensive, aber zugleich sehr schöne Zeit verbrachten.
Unser Alltag war gut strukturiert: Jeden Tag hatten wir sechs Stunden die IES La Pedrera Blanca. Anfangs war das ungewohnt, vor allem in einer anderen Sprache, aber wir gewöhnten uns schnell daran und konnten viel Neues lernen. Wir bemerkten jedoch einige Große Unterschiede zwischen der spanischen Schule und unserer Schule in Graz. Zum Beispiel bemerkten wir die laute Atmosphäre während des Unterrichts – die war ich von meiner Klasse in der Schrödinger nicht gewöhnt. Ein anderes Beispiel ist auch die Pausenregelung. Während wir in unserer Schule nach fast jeder Stunde mindestens 5 Minuten Pause haben, haben die Schüler in der IES La Pedrera Blanca nur eine 30-minütige Pause nach der dritten Stunde. Außerdem ist mir aufgefallen, dass die Lehrer:innen sehr freundlich waren. Sie haben in manchen Gegenständen auch versucht uns in den Unterricht einzubinden. In Englisch konnte ich besonders gut mitarbeiten, da wir in Österreich inhaltlich beim gleichen Unterrichtsstoff unterwegs waren.
Besonders schön war, dass wir nach der Schule oft gemeinsam etwas unternahmen.
Ein großes Highlight war definitiv der Strand von Chiclana. Er war wunderschön und nur etwa 30 Minuten mit dem Bus entfernt. An den paar warmen Tagen, die wir hatten, gingen wir nach der Schule noch dorthin, um uns zu entspannen und einfach die Zeit zu genießen. Diese Nachmittage am Meer gehören zu meinen liebsten Erinnerungen.
Auch sportlich waren wir aktiv: Nach der Schule oder am Wochenende gingen wir oft gemeinsam ins Fitnessstudio, was nicht nur Spaß gemacht hat, sondern uns auch noch enger zusammengeschweißt hat.
An den Wochenenden unternahmen wir mehrere Tagesausflüge. Besonders Sevilla und Cádiz waren für mich die schönsten Erlebnisse. Die Städte sind kulturell beeindruckend und hatten eine ganz besondere Atmosphäre, die ich so schnell nicht vergessen werde.

Da die Gastgeschwister oft mit Schularbeiten und Tests beschäftigt waren, unternahmen wir auch einige Ausflüge ohne unsere Austauschschüler:innen. Das hatte aber auch etwas Gutes, denn wir verstanden uns alle von Anfang an richtig gut. Wir hatten uns nämlich bereits beim Aufenthalt der Spanier in Graz kennengelernt und dort schon viel gemeinsam unternommen. Dadurch fühlte es sich an, als würden wir uns schon ewig kennen und unsere Freundschaft wurde in diesen drei Wochen noch stärker.
Meine Gastfamilie war sehr freundlich und herzlich. Besonders mein Gastbruder Jero spielte eine wichtige Rolle für mich, da er schon bei uns in Graz gewesen war. Dadurch kannten wir uns bereits, verstanden uns sofort wieder super und hatten viele gemeinsame lustige Momente.
Insgesamt habe ich während dieses Aufenthalts viele neue Freund:innen kennengelernt und unglaublich viele schöne Erinnerungen gesammelt. Ich konnte nicht nur meine Sprachkenntnisse verbessern, sondern auch eine neue Kultur intensiver erleben.
Abschließend kann ich sagen, dass dieser Erasmus-Aufenthalt eine sehr bereichernde Erfahrung für mich war. Ich würde jederzeit wieder daran teilnehmen, wenn ich die Möglichkeit dazu hätte.