Von Kira Buchsbaum, 3HLKa

Ich war fast drei Wochen im Süden von Spanien auf Austausch. Meine Gastschwester heißt Diana und lebt in Chiclana – einem kleinen Ort in Andalusien. Begonnen hat der Austausch mit den Spaniern drei Wochen lang in Österreich. Für sie war das eine riesige Umstellung, denn sie war Ende Jänner bei uns und war das Klima überhaupt nicht gewohnt. Für Diana war es auch schwer sich in meine Familie einzuleben, weil sie ihr eigenes zu Hause sehr vermisst hat. Trotz der kleinen Startschwierigkeiten ist Diana dann doch drei Wochen geblieben und hat viele Teile Österreichs gesehen. Leider war ich ein paar Tage krank und sie hat ein Wochenende allein mit ihren Freunden verbracht. Wir haben ihr Graz, Salzburg und Wien gezeigt und waren mit ihr in der Schokoladenfabrik „Zotter“. Es war gar nicht so einfach die ganzen Ausflüge zu koordinieren, da insgesamt vier unterschiedliche Gastfamilien involviert waren, aber wir haben es gut hinbekommen. Wir haben unser Bestes gegeben und versucht Dianas Aufenthalt in Österreich trotz Heimweh so angenehm wie möglich zu gestalten.
Drei Wochen nachdem wir in Österreich Abschied genommen hatten, war es für mich an der Zeit in den Süden von Spanien zu reisen. Ich habe vor dem Austausch keine von den Mädls mit denen ich geflogen bin wirklich gut gekannt und war deswegen um so begeisterter, als wir uns sofort gut verstanden haben. Als wir in Sevilla gelandet sind, hat uns meine Gastfamilie schon erwartet und wir haben uns auf den Weg nach Hause gemacht. Die ersten Tage war es eher kühl und regnerisch. Eigentlich macht mir schlechteres Wetter nichts aus, aber die Häuser im Süden von Spanien haben keine Heizung und deswegen war mir die ersten Tage ständig kalt.

Ich habe nicht gedacht, dass ich von Österreich nach Spanien fliege und frieren werde, aber so war es. Wir haben das Beste daraus gemacht und nach dem ersten Wochenende bekamen wir auch nie wieder Regen zu sehen, denn wir durften dann Temperaturen um die 20 Grad genießen. Eine weitere Überraschung war für mich die Schule IES La Pedrera Blanca. Insbesondere ist mir die hohe Lautstärke aufgefallen. Ich habe in meiner Zeit in der spanischen Schule die Atmosphäre in meiner Schule zu Hause sehr zu schätzen gelernt.
Neben der Schule haben wir viele großartige Orte besucht. Besonders gut haben mir Sevilla und Cádiz gefallen. An einigen besonders warmen Tagen haben wir auch den Strand ausgenutzt, der war nicht so weit von meinem Haus weg. Fürs Meer war es allerdings noch zu kalt. Auch wenn meine Gastfamilie nicht so viel Zeit für mich hatte, haben wir viele Dinge allein erforscht. Mit meiner Gastfamilie habe ich mich sehr gut verstanden, obwohl wir ein paar kleine Schwierigkeiten in Sachen Kommunikation hatten, denn Dianas Eltern können kein Englisch – aber ich war ja dort um Spanisch besser  zu lernen. Leicht gefallen ist es mir trotzdem nicht. Ich würde den Austausch sofort wieder machen, allerdings nicht länger als drei Wochen. Ich habe sehr viele schöne Erfahrungen gesammelt und neue Orte kennengelernt. Und auch wenn der Anfang von meinem Austausch nicht ganz einfach war, hätte ich mir keine bessere Gastschülerin wünschen können. Leider habe ich meinen Aufenthalt aus familiären Gründen drei Tage früher als geplant beenden müssen, ich hätte gerne noch die letzten Tage in vollen Zügen genossen.
Alles in allem hatte ich sehr viel Spaß und würde jedem einen Austausch empfehlen – man muss sich halt nur auf kleine Komplikationen einstellen! 😉