Von Anna Winterleitner, 3HLKa (Lugo/Spanien, Herbst 2025)

Von September 2025 bis November 2025 durfte ich gemeinsam mit meiner besten Freundin an einem Schüleraustausch in Spanien teilnehmen. Unser Austausch führte uns in die Stadt Lugo im Nordwesten Spaniens. Besonders schön war, dass unsere Austauschschüler Nico und Pablo bereits fünf Wochen vor unserem Aufenthalt bei uns in Graz gewesen waren. Dadurch bestand von Anfang an eine enge Verbindung, und wir fühlten uns in Spanien sofort willkommen.
Lugo ist eine sehr schöne und besondere Stadt. Vor allem die alte römische Stadtmauer, die die Altstadt komplett umgibt, hat uns sehr beeindruckt. Wir sind oft durch die kleinen Gassen spaziert, haben Cafés besucht und die ruhige, gemütliche Atmosphäre der Stadt genossen. Lugo wirkte auf uns sehr authentisch und weniger touristisch, was uns das Gefühl gab, das echte spanische Leben kennenzulernen.
Während unseres Aufenthalts unternahmen wir mehrere Ausflüge. Drei Tage verbrachten wir in Madrid, wo wir viele bekannte Sehenswürdigkeiten wie große Plätze, Museen und Einkaufsstraßen sahen. Außerdem machten wir einen Tagesausflug nach Coruña, wo uns besonders das Meer und die frische Luft gefielen. Ein weiteres Highlight war der Besuch von Santiago de Compostela. Die Stadt hatte eine ganz besondere Stimmung, und die Kathedrale war sehr beeindruckend.
Auch die Schule in Spanien war eine neue Erfahrung für uns. Uns fiel besonders auf, dass die Lehrerinnen und Lehrer sehr freundlich waren und großen Wert auf ein gutes Verhältnis zu den Schülerinnen und Schülern legten. Der Unterricht war oft entspannter als bei uns in Graz, und man fühlte sich ernst genommen und unterstützt.
Leider hatten wir während unseres Aufenthalts oft Pech mit dem Wetter. Es regnete fast jeden Tag, und es war deutlich kälter, als wir erwartet hatten. Auch das spanische Essen traf nicht immer unseren Geschmack. Zusätzlich waren wir eine Woche krank, was natürlich nicht einfach war. In dieser Zeit merkten wir aber besonders, wie liebevoll und fürsorglich unsere Gastfamilien waren. Sie kümmerten sich sehr um uns, unterstützten uns und gaben uns das Gefühl, Teil ihrer Familie zu sein.

Ein weiteres positives Erlebnis war, dass wir wöchentlich Taschengeld bekamen, was uns ein Gefühl von Selbstständigkeit gab. Leider funktionierte das nicht immer wie geplant, da wir das Geld nicht immer zur richtigen Zeit erhielten. Nach unserer Rückkehr nach Graz hatten wir außerdem Schwierigkeiten, den versäumten Schulstoff aufzuholen.
Trotz aller Herausforderungen blicken wir sehr positiv auf diese Zeit zurück. Wir haben unglaublich viel über die spanische Kultur, den Alltag und das Zusammenleben gelernt. Vor allem aber haben wir in diesen Monaten sehr wichtige Freundschaften geschlossen, die uns ein Leben lang begleiten werden. Der Austausch hat uns persönlich wachsen lassen, uns selbstständiger gemacht und uns viele unvergessliche Erinnerungen geschenkt. Insgesamt war diese Zeit eine sehr wertvolle Erfahrung, die wir nicht missen möchten.