Von Laura Moderer, Absolventin 2024

Als ich am 1. März 2025 mein Praktikum im Restaurant Sea Me an der Playa de Palma antrat, wusste ich ehrlich gesagt nicht, was mich erwartet. Ich war aufgeregt, eigentlich richtig nervös: Neue Leute, eine neue Umgebung – und das alles auf einer der beliebtesten Urlaubsinseln Europas.
Die ersten Wochen waren ehrlich gesagt ziemlich hart. Im Sea Me war von Anfang an richtig viel los. Die Saison hatte zwar offiziell noch nicht begonnen, aber durch das gute Wetter strömten schon im März viele Tourist:innen an die Playa. Das bedeutete für uns im Service: volles Haus, hoher Druck und kaum Pausen.
Ich hatte zu Beginn Mühe, mich in die Abläufe einzufinden. Alles war neu: die Kasse, die Speisekarte, das Team – und vor allem der Umgang mit der enormen Menge an Gästen. Ich fühlte mich oft gestresst und war am Abend einfach nur müde.

Zwischen Tapas und Teamgeist
Doch nach und nach änderte sich vieles. Ich lernte, meine Wege durch das Restaurant effizienter zu gestalten, merkte mir Bestellungen schneller und kam mit dem Team besser zurecht. Besonders mit ein paar Kolleg:innen aus Spanien und Deutschland habe ich mich super verstanden. Es tat gut, nicht allein zu sein und sich auch mal gegenseitig aufmuntern zu können, wenn es wieder „heiß“ herging – im wahrsten Sinne des Wortes.
Das Arbeiten in einem internationalen Touristenrestaurant hat mich auch sprachlich weitergebracht. Ich habe mein Spanisch deutlich verbessert, aber auch mein Englisch oft gebraucht, da viele Gäste aus England, Skandinavien oder Holland kamen. Sogar ein paar Brocken Mallorquín habe ich aufgeschnappt.

Mein persönliches Fazit
Auch wenn der Start wirklich anstrengend war, bin ich dankbar für diese Erfahrung. Ich habe gelernt, unter Druck ruhig zu bleiben, mit sehr unterschiedlichen Menschen zu kommunizieren und im Team zu funktionieren – selbst wenn es mal kracht. Ich bin gewachsen, nicht nur als Kellnerin, sondern vor allem als Mensch.
Und natürlich war da auch das Leben nach der Schicht: Sonnenuntergänge am Strand, spontane Abende mit Freund:innen, spanisches Essen und das Gefühl, wirklich in eine andere Kultur eingetaucht zu sein.
Wenn ich zurückblicke, bin ich stolz auf mich. Ich habe durchgehalten, mit angepackt und am Ende sogar Spaß daran gefunden. Sea Me war vielleicht nicht immer easy – aber definitiv eine Erfahrung, die ich nicht bereue.