Von Maria Sulzer (Job-Shadowing Spanien, Herbst 2025)

Im Rahmen des Erasmus+ Projekts hatte ich die Möglichkeit, zwei Schülerinnen der Schrödinger sowie ihre beiden Austauschschüler Pablo und Nico der IES Nosa Senhora dos Ollos Grandes in Lugo, Nordwestspanien während ihrer Langzeitmobilitäten zu betreuen. Ziel der Reise war es nicht nur, die vier Jugendlichen zu begleiten, sondern auch den interkulturellen Austausch zu fördern, Einblicke in das spanische Bildungssystem zu gewinnen und bestehende internationale Kooperationen weiter auszubauen.
Während meines Job-Shadowings konnte ich den Unterricht an der Partnerschule aus nächster Nähe beobachten und aktiv an verschiedenen Unterrichtsstunden teilnehmen. Besonders interessierte mich der produktive Umgang mit Erst- und Zweitsprachen im Sprachenunterricht sowie der Austausch über innovative Unterrichtsmethoden und laufende Erasmus+ Projekte. Gleichzeitig unterstützte ich unsere österreichischen Schülerinnen in ihren ersten Tagen in Lugo und stand sowohl ihnen als auch den spanischen Kolleg:innen bei Fragen und Anliegen zur Verfügung.
Die IES Nosa Senhora dos Ollos Grandes beeindruckte mich durch ihre Offenheit und ihre internationale Ausrichtung. Besonders positiv habe ich den herzlichen Empfang, den **offenen Austausch mit den Kolleginnen** und das große Engagement der Schülerinnen und Lehrerinnen in den vielfältigen Erasmusprojekten empfunden.
Überrascht hat mich, wie selbstverständlich Mehrsprachigkeit und kulturelle Vielfalt in den Schulalltag integriert sind. Ich konnte beobachten, wie Sprachen als Brücke zwischen Menschen genutzt werden – als Mittel der Verständigung und des gegenseitigen Lernens.
Meine Erwartungen wurden voll erfüllt: Ich konnte zahlreiche neue Unterrichtsideen sammeln, mein Verständnis des spanischen Bildungssystems erweitern und wertvolle Kontakte für zukünftige Kooperationen knüpfen.
Besonders schön war auch, dass mein Aufenthalt in die österreichischen Herbstferien fiel. Da keine dringende Rückreise notwendig war, nutzte ich das verlängerte Wochenende für einen kurzen Ausflug an die galicische Atlantikküste. Diese Zeit war eine wunderbare Gelegenheit, die Region, ihre Kultur und Gastfreundschaft näher kennenzulernen.
Insgesamt war diese Erasmus-Erfahrung für mich sowohl beruflich als auch persönlich äußerst wertvoll. Ich kehre mit vielen neuen Ideen, interkulturellen Eindrücken und einer großen Portion Motivation zurück. Erasmus+ hat mir erneut gezeigt, wie inspirierend europäische Zusammenarbeit sein kann – durch Begegnungen, gemeinsame Lernprozesse und den offenen Blick über den eigenen Tellerrand hinaus.
Den mutigen Schülerinnen aus der 3KA, die sich dieser spannenden Herausforderung gestellt haben, wünschen wir noch eine erlebnisreiche und bereichernde Zeit in Lugo, mit vielen schönen Momenten, neuen Freundschaften und unvergesslichen Erfahrungen!

