Von Valerie Aellinger & Nitya Schafarik, 3HLKa

Die Diagonale in Graz ist die wichtigste Bühne für österreichisches Kino, sie zeigt aktuelle Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus Österreich. Gleichzeitig ist sie ein zentraler Treffpunkt für Filmschaffende und vergibt bedeutende nationale Filmpreise. Wenn man wissen will, was in der heimischen Filmszene gerade passiert, ist sie das zentrale Event. Genau deshalb führt die Schrödinger seit Jahren ein Kooperationsprojekt mit der Diagonale durch, bei dem wir Schüler:innen auch hinter die Kulissen blicken können.

Wie entsteht eigentlich ein Filmfestival? Wer entscheidet, welche Filme gezeigt werden – und wie läuft das alles hinter den Kulissen ab? Mit genau diesen Fragen im Gepäck durften wir als Klasse einen besonderen Einblick in die Welt des österreichischen Films gewinnen, als wir ins Büro der Diagonale nach Wien eingeladen wurden, wo wir die Intendant:innen Dominik Kamalzadeh und Claudia Slanar persönlich kennenlernten und unsere Fragen stellen durften. Die Antworten waren spannend und oft überraschend. Wir erfuhren, dass die Planung eines solchen Events viele Monate – wenn nicht sogar ein ganzes Jahr – in Anspruch nimmt. Besonders beeindruckend war, wie viele Menschen im Hintergrund zusammenarbeiten, damit am Ende alles reibungslos funktioniert: von der Organisation über die Technik bis hin zur Kommunikation.

Bald darauf durften wir selbst kreativ werden: Gemeinsam mit der Medien-Designerin Bettina Janisch haben wir eigene kurze Werbefilme für die Diagonale gedreht. Dabei bekamen wir nicht nur praktische Einblicke in den Filmdreh, sondern lernten auch viel über aktuelle Entwicklungen wie den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Film. Es war spannend zu sehen, wie neue Technologien die Filmwelt verändern und welche Möglichkeiten sich dadurch eröffnen.

Dass die Verwendung von KI fürs Filmemachen umstritten ist, hat sich in der Kino Class gezeigt. In der Kino Class können Klassen verschiedener Schulen Filme aus dem Bewerb sehen und Q&A´s mit den Filmemacher:innen erleben. Es wurde diskutiert, ob die KI Platz in der Kunst haben darf. Während einige Schüler:innen die Meinung vertraten, dass Kunst nur von Menschen und nicht von der KI gemacht werden könne, verteidigte der Filmemacher seine künstlerische Arbeit mit der KI. Er meinte, die KI sei nur ein Hilfsmittel, um seine eigenen künstlerischen Ideen umzusetzen. Die Frage, wie sich diese neue Nische auf künftige Filme auswirken wird, bleibt sicher spannend.
Insgesamt war die Erfahrung mit der Diagonale 2026 für uns nicht nur interessant, sondern auch inspirierend. Wir konnten einen Blick hinter die Kulissen eines großen Filmfestivals werfen und haben dabei viel über Organisation, Kreativität und Teamarbeit gelernt. Besonders die persönlichen Gespräche haben uns gezeigt, wie viel Leidenschaft hinter der Welt des Films steckt.
Für uns steht fest: Die Diagonale ist mehr als nur ein Festival – sie ist ein Ort des Austauschs, der Ideen und der Begeisterung für Film.