Von Marlene Hammer und Laura Troicher, 2HLKa

Am 24.09. durfte die 2HLKa im Schauspielhaus einen exklusiven „Behind the Scenes“-Einblick erleben. Hinter den Kulissen wurde sichtbar, wie über 150 Mitarbeiter:innen mit aufwendiger Technik und eindrucksvollen Bühnenbildern eine ganz andere Welt erschaffen. Ein spannendes Erlebnis, das zeigt, wie viel Kreativität und Präzision in den jeweiligen Aufführungen stecken.
Als erstes wurde über die Geschichte des Schauspielhauses berichtet. Das Haus ist über 250 Jahre alt und ist in der Zwischenzeit sogar schon einmal abgebrannt. Damit es gar nicht erst zu solchen Katastrophen kommt, bildet das Schauspielhaus seine eigene Feuerwehr aus, um im Notfall gleich helfen zu können. Der Haupteingang des Hauses ist heutzutage auf der falschen Seite, da anstelle des Freiheitsplatzes damals eine Waffenkammer stand und der Adel auf der anderen Seite in der Burg wohnte. Wir wurden in den Saal geführt, wo über 500 Sitzplätze vorhanden sind. Unter den regulären Sitzplätzen gibt es auch reservierte edle Logen für den Landeshauptmann und die Bürgermeisterin, die, wenn sie nicht selbst die Vorstellung besuchen, ihre Tickets auch weitergeben können.

Direkt ober der Bühne befindet sich ein so genannter Schnürboden, von wo aus Kulissen, Vorhänge, Leuchtkörper und sogar Schauspieler:innen auf die Bühne gebracht werden können. Besonders beeindruckend war der Requisitenraum, da wir so etwas noch nie gesehen hatten. Jedes Theaterstück hat seinen eigenen Wagen, auf dem alle Requisiten sorgfältig vorbereitet werden: von Obst und Gemüse über Kerzenständer und Krücken war alles dabei. Eine tolle Aktion des Schauspielhauses ist der Kostümverleih, der es Privatpersonen zum Beispiel für Bälle erlaubt, besonders edle Kleider auszuborgen. Zu guter Letzt wurden wir noch zu den Maskenbildnerinnen geführt, wo wir einer Praktikantin beim Knüpfen einer Perücke zusahen und die uns ebenfalls einen Blick hinter die Kulissen gewährte.
Diese Führung war sensationell, denn sie hat mit so vielen unerwarteten Informationen beeindruckt, die man bei einem normalen Theaterbesuch nie erfahren würde. Die Führerinnen waren sehr sympathisch und aufgeschlossen und haben alles ganz genau erklärt – am überzeugendsten war der Requisitenraum, weil dort spürbar war, wie viel Arbeit allein hinter den Requisiten steckt und wie aufwendig alles zusammenspielt. Wir würden diese Führung auf jeden Fall weiterempfehlen – vor allem für neugierige Menschen, die wissen wollen, was sich hinter den Kulissen versteckt.