Von Daniela Czar und Nicole Gusel

Wir sind zwei Schülerinnen der 4HLKa und hatten im Sommer 2017 die einmalige Gelegenheit mit Erasmus+ Programm ein 5-wöchiges Praktikum in Island zu absolvieren. Wir haben unser Praktikum im Reykjavik Art Museum gemacht.
Reykjavik, die größte Stadt Islands, ist mit ihren 123.246 Einwohner_innen die am nördlichsten gelegene Hauptstadt der Welt. Die Insel wurde von norwegischen Wikingern entdeckt, der Erste, der die Insel betreten hat, war Ingólfur Arnarson. Der Name Reykjavik stammt von den Geysiren, die in der Nähe ständig rauchten und ausbrachen. [Reykjavik=Rauchbucht].
Die Altstadt Reykjaviks liegt zwischen dem Hafen und dem Tjörnin-See die im 18. Jahrhundert entstand. Neben alten Bauwerken aus Holz oder Wellblech, die alle sehr farbenfroh gehalten sind, bietet die relativ moderne Stadt auch moderne Bauwerke, wie zum Beispiel das Rathaus oder das Hallgrímskirkja. Mit ihren interessanten und außergewöhnlichen Bauten beeindrucken sie nicht nur die 0815 Tourist_innen, sondern auch Kulturbegeisterte. Mit den zahlreichen Museen, die man in Reykjavik finden kann, hat man immer eine Beschäftigung. Die Einwohner_innen von Island sind sehr stolz auf ihr Land, besonders auf ihre Geschichte und ihre Vorfahren. Das merkt man vor allem daran, dass sie ihre Flagge an allen Ecken des Landes aufhängen und sie mit Stolz präsentieren. Die Flagge hat eine spezielle Bedeutung: Weiß steht für die vielen Gletscher, Rot für die Vulkane und Blau für das Meer.



In Reykjavik kann man nicht nur historische Museen besichtigen, sondern auch diverse Kunstmuseen, wie zum Beispiel Listasafn Reykjavikur, das Isländische Kunstmuseum. Das Museum hat drei Standorte, Hafnarhús, Kjarvalstadír und Ásmundersafn, damit wird es zum größten Kunstmuseum der Insel. Hafnarhús ist das größte der drei Museen, in ihm wird moderne Kunst ausgestellt. Während unseres Aufenthalts in Island lief die Ausstellung „Gud hvad mér lidur ílla“ (Gott ich fühle mich so schlecht) von Ragnar Kjartansson.
In Kjarvalstadír waren zwei Ausstellungen, eine Dauerausstellung von Jóhannes Sveinsson Kjarval, einem Isländischen Künstler und eine Ausstellung von Luisa Àndreasdottír
In Ásmundersafn war eine Ausstellung von dem Skulpturenkünstler Ásmundur Sveinsson.
Ásmundersafn ist ein ganz besonderes Museum, denn es schaut selbst aus wie ein griechischer Tempel. Natürlich sind diese Museen nicht die einzigen, die es in dieser kunstsinnigen Stadt gibt. Es gibt von Punk-Museen bis zu Geschichte-Museen über den alten Hafen Reykjavik vieles zu besichtigen. Die Museen befinden sich alle in der historischen Altstadt, weiter draußen befinden sich hauptsächlich Wohnblocks und Einkaufshäuser.
Die Wohnblocks sind allerdings alle sehr niedrig gebaut, da es in Island einige Erdbeben am Tag gibt. Die Menschen bekommen diese aber meistens nicht zu spüren.
Island wächst pro Jahr um ca. 2 Zentimeter, was bedeutet, dass es ein ziemlich junges Land ist. Das kann man auch an den vielen Wasserfällen und aktiven Vulkanen sehen.
Vulkane gibt es hunderte, über die ganze Insel verteilt, der größte und bekannteste, Eyjafjallajökull, ist 2010 ausgebrochen und hat den ganzen europäischen Flugverkehr lahmgelegt.

Dieser Vulkan ist eine Mischung aus Berg, Insel und Gletscher, woher auch sein Name stammt. Eyja bedeutet Insel, Fjalla ist die Berg und Jökul ist der Gletscher.
Mit der Namensgebung sind Isländer nicht die kreativsten, Reykjavik (bedeutet Rauchbucht), Reykjadalur (ist ein heißer Fluss, der raucht) und Foss (bedeutet Wasserfall) sind die besten Beispiele dafür.
Die bekanntesten und größten Wasserfälle sind Seljansfoss, Gullfoss und Skogafoss. Das Wasser der Wasserfälle ist das klarste und frischte der ganzen Insel.
Generell hat Island sehr sauberes Wasser. In den Wasserhähnen und aus der Dusche fließt nur Wasser von den Gletschern, außer man benutzt warmes Wasser. Sie heizen nicht mal das Waser selber auf, das wird unterirdisch durch die Wärme der Vulkane aufgeheizt. Das erste Mal wenn man unter die Dusche steigt, denkt man sich, was stinkt hier so? Das ist der Schwefel im Wasser. Warmes Wasser schmeckt auch sehr sonderbar, total ungewöhnlich, wenn man österreichisches Wasser gewohnt ist.
Durch dieses Praktikum haben wir nicht nur viel im Bereich Kulturmanagement gelernt, sondern auch einiges übers Leben. Wir sind alleine eineinhalb Monate, in einem fremden Land, ohne dass wir auch nur irgendwen kannten zurechtgekommen.
Als Bonus haben wir auch noch einige interessante Leute kennengelernt mit denen wir noch immer befreundet sind.
Wir haben ein riesiges Museum kennengelernt, konnten hinter die Kulissen schauen, haben dort gearbeitet und geholfen das Museum mit unseren Ideen zu verbessern.

