Von Hanna Pechmann und Laetitia Schriebl, 5HLKa (Berlin, Sommer 2025)
„Graz ist nicht Berlin“ – diesen Slogan hat man in Graz in den letzten Monaten auf Postern in der ganzen Innenstadt gesehen. Um zu überprüfen, ob das stimmt, sind wir nach Berlin gefahren um die vielfältigste Stadt Europas selbst zu erleben und auch um im Rahmen von ERASMUS+ ein Praktikum bei der Gedenkstätte Stille Helden zu absolvieren. Und es stimmt: Berlin ist nicht nur nicht Graz, es ist überhaupt nicht wie irgendeine andere Stadt auf der Welt.
Zum Glück hatten wir das Privileg, diese überwältigende Stadt fast fünf Wochen lang selbst zu erleben. Die unendlichen Eindrücke bei der Arbeit oder auch beim einfachen „Dasein“ werden uns vermutlich für immer im Gedächtnis bleiben. Es war eine richtig schöne Zeit!
Beim Praktikum in der Gedenkstätte haben wir unzählige neue Erfahrungen im Bereich Erinnerungsarbeit und das Arbeitsleben in einer Kulturinstitution im Generellen erhalten. Auf was man bei der Konzeption von Seminaren, Ausstellungen und Veranstaltungen alles achten muss, hat uns trotz unserer bereits bestehenden Erfahrung immer wieder aufs Neue verblüfft. Wir freuen uns, dass wir in vielen Bereichen, entweder durch persönliche Mitarbeit oder Beobachtung und Erfragen, Einblicke in die tatsächlichen Arbeitsabläufe von Erinnerungsarbeiter:innen bekommen konnten.
Uns ist klar geworden, dass hinter jeder Art der Wissensvermittlung unfassbar viel Arbeit steckt, welcher man sich oft nicht bewusst ist. Dies wurde uns auch beim Hospitieren verschiedener Seminare klar.
Am interessantesten waren für uns allerdings die zahlreichen historischen Erzählungen, von denen wir in unserer Zeit bei der Gedenkstätte durch Veranstaltungen, Bücher, Berichte oder Ausstellungen erfahren haben.
Unser Aufenthalt war von Anfang bis Ende lehrreich, besonders und motivierend und wir können es kaum erwarten, eines Tages zurückzukehren.



