Von Juliana Eck (Kurs in Helsinki, Sommer 2025)

Ach, was soll ich sagen – ich liebe Finnland einfach! Im Juni hatte ich die Gelegenheit, an einem einwöchigen Erasmus+-Kurs in Helsinki teilzunehmen. Der Kurs trug den Titel „Umwelterziehung in Finnland und der öko-soziale Ansatz“ und bot spannende Einblicke in das finnische Bildungssystem sowie in den besonderen Stellenwert, den Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen dort einnehmen.
Unsere Gruppe setzte sich aus engagierten Kolleginnen aus verschiedenen europäischen Ländern zusammen, und sogar eine amerikanische Lehrerin kam extra den weiten Weg nach Finnland, um mehr über das Thema Umwelterziehung zu lernen. Die Atmosphäre war von Anfang an offen, freundlich und inspirierend. Der Austausch über die unterschiedlichen Bildungssysteme und Erfahrungen war für mich persönlich eine große Bereicherung.
Der Kurs vermittelte praxisnahe Methoden und Ansätze, wie Umweltbildung in Finnland nicht nur theoretisch, sondern auch sozial eingebettet umgesetzt wird. Die Inhalte waren sehr interessant und regten zum Nachdenken über die eigene pädagogische Praxis an.
Besonders beeindruckend war, wie selbstverständlich und respektvoll schon Kinder und Jugendliche mit ihrer natürlichen Umgebung in Finnland umgehen. In einem Land mit viel unberührter Natur und vergleichsweise wenigen Menschen scheint ein nachhaltiger Lebensstil tief in der Gesellschaft verankert zu sein. Umweltbewusstsein ist dort kein abstraktes Konzept, sondern Teil des Alltags – von klein auf. Da haben wir in Österreich noch ein Stück Arbeit vor uns.

