Von Chiara-Michelle Bencek und Joanna Mandl

Über die Stadt
Triest ist eine Hafen- und Großstadt. Sie befindet sich in Norditalien, in der Region Friaul-Julisch Venetien. Die Stadt liegt an der oberen Adria und ist sehr nahe an der slowenischen Grenze. Die drei meistgesprochenen Sprachen sind Italienisch, Deutsch und Slowenisch. Während unseres Aufenthaltes in Triest war es sehr heiß. Tagsüber waren es über 32 Grad und deswegen war das Meer fast zu warm. Immer wieder gab es aber leichte bis mäßige Windschübe, da Triest bekannt für seinen “vento” ist. Durch den Wind hat Triest beste Voraussetzungen für Segeln und Windsurfen. Jährlich im Oktober gibt es sogar eine Segelregatta, bei welcher es immer sehr viele Teilnehmer_innen gibt.

Über die Italiener_innen
Italiener_innen sind sehr freundlich, offen und extrem gastfreundlich. Sie grüßen ständig und fragen immer, wie es so geht. Sie reden auch sehr gerne und recht viel. Wenn sie könnten, würden sie ihre ganze Lebensgeschichte erzählen. Ziemlich lustig ist, dass sich Italiener_innen ständig Gedanken darüber machen, ob man Hunger hat oder ob man einen Kaffee möchte. Es ist sehr bewundernswert, wie oft am Tag sie einen Kaffee trinken gehen. Triest ist ja auch die Stadt des Kaffees. Die zwei häufigsten Fragen an uns waren: “Volete mangiare qualcosa?” und “Prima volete un caffè?”

Über unsere Arbeit
Nun kommen wir aber zum eigentlichen Grund unserer Reise – zum Praktikum. Wir arbeiteten bei dem jährlichen Festival „TriesteLovesJazz“, welches bereits zum 55. Mal stattfand und eine Vielzahl von Jazz-Konzerten von Musiker_innen aus den verschiedensten Ländern bietet. Unsere Aufgabe war es daher, bereits lange bevor die Musiker_innen eintrafen, alles für sie und ihren Auftritt vorzubereiten. Die Bühne musste je nach Größe der Gruppe gerichtet werden und zum Beispiel Notenständer und die passenden Instrumente aufgestellt werden. Nachdem alles bereit war, trafen die Musiker_innen ein und wir standen immer für sie bereit falls es Wünsche oder Fragen gab. Die Betreuung der Musiker_innen war eine unserer größten Aufgaben. Die Musiker_innen mussten sich voll und ganz wohlfühlen und bekamen alles was sie brauchten bzw. vorher schon angefragt hatten. Die Konzerte fanden an zwei verschiedenen Standorten statt. Die erste Bühne stand am Castello San Giusto und die zweite neben dem Hauptplatz auf der Piazza Verdi. Die Konzerte waren alle sehr gut besucht und um die Besucher_innen bestmöglich informieren zu können, teilten wir jeden Tag Programme aus und konnten somit auch unsere Fremdsprachenkenntnisse anwenden. Zusätzlich übernahmen wir auch die Aufgabe uns um das Merchandising – also das Verkaufen von CDs und anderen Fanartikeln – der jeweiligen Band zu kümmern. Wir hatten nicht nur Spaß bei den Konzerten sondern lernten auch Musiker_innen aus verschiedenen Ländern kennen und verbrachten eine schöne und vor allem interessante Zeit mit ihnen.

Über die Öffentlichen Verkehrsmittel
Wir hatten eine Wohnung im Zentrum der Stadt und hatten daher nur knapp 30 Minuten zu unserem Arbeitsplatz und daher sind wir meistens zu Fuß zur Arbeit gegangen. Falls wir in unserer Freizeit etwas machen wollten, haben wir uns manchmal ein 24h Ticket gekauft. Einmal haben wir uns sogar einen Zehnerblock gekauft, mit welchem man 10 Strecken zu je 60 Minuten mit allen Bussen fahren konnte. Die Busverbindungen in Triest sind wirklich gut: Die Busse kommen sehr oft und sehr viele Linien bieten in der Nacht eine Nightline an.

Über unsere Freizeit
Unser Ziel war es, neben der Arbeit natürlich so viel wie möglich von Triest zu sehen. Und dieses Ziel haben wir für uns mehr als zufriedenstellend erreicht. Wir haben alles gesehen, was man gesehen haben muss und hatten am Ende eher Probleme noch etwas zu finden. Etwas was uns unglaublich gefallen hat, waren die Museen, nicht nur da man erstaunlich wenig Eintritt zahlt, sondern sie sind auch wirklich interessant wie zum Beispiel das naturhistorische Museum oder das Aquarium. Neben den schnell zu erreichenden Sehenswürdigkeiten wie das Castello di San Giusto oder der Hafen, machten wir auch größere Ausflüge zum Beispiel zum Schloss Miramare oder fuhren mit dem Schiff zur gegenüberliegenden Gemeinde Muggia und verbrachten einen Tag dort. Neben dem Städtetrip verbrachten wir aber auch natürlich vier Zeit an verschiedenen Stränden und hatten einfach eine schöne Zeit in Triest.

Triest ist eine Stadt, die man einmal besucht haben muss und durch die Mentalität der Leute ist es umso angenehmer dort zu arbeiten und vor allem mit diesen Menschen zusammen zu arbeiten. Wir konnten nicht nur unsere Sprachkenntnisse erweitern, sondern auch vieles in der Organisation von Festivals kennenlernen. Unsere Zeit dort würden wir nie missen wollen und wir sind froh, die Möglichkeit gehabt zu haben dort unser Praktikum absolvieren zu können und vor allem so viele verschiedene Leute in dieser interessanten Stadt kennenzulernen.