Von Sarah Baumhakl & Melody Hödlmoser, 2HLWc
Am 8. März 2026 begann unsere lange Reise nach Argenton-sur-Creuse, eine kleine Stadt im Zentrum Frankreichs. Dank finanzieller Unterstützung von Erasmus+ konnten wir drei Wochen an der Partnerschule, dem Lycée Professionnel Châteauneuf, den Unterricht besuchen und somit den französischen Schulalltag erleben, an vielen Aktivitäten abseits der Schule teilnehmen und haben in der Zeit auch im Internat gewohnt.
Die Unterbringung im Internat war die ideale Lösung für uns. Dadurch hatten wir die Möglichkeit, viele neue Menschen kennenzulernen und Freundschaften zu schließen. Besonders die gemeinsamen Abende, zum Beispiel beim Tischtennisspielen, sind uns in schöner Erinnerung geblieben. Auch wenn die Verständigung nicht immer einfach war, reichte oft schon ein Lachen, um sich gegenseitig zu verstehen.
Während unseres Aufenthalts wurden uns zahlreiche Aktivitäten geboten. Wir verbrachten beispielsweise mehrere Tage im Schulrestaurant und durften auch ein paar Mal dort Abendessen. Außerdem besuchten wir ein Rugby-Spiel und durften sogar bei einem Training live dabei sein.
Ein weiteres Highlight war der Ausflug zum Schloss Chenonceau, das uns sehr beeindruckt hat. Auch gemeinsame Unternehmungen mit neuen Freund:innen, wie ein Tag in der Stadt mit Essen gehen und Shoppen, machten die Zeit besonders abwechslungsreich.
Im Schulalltag konnten wir ebenfalls viele neue Eindrücke sammeln. Wir durften im Kochunterricht mitarbeiten und selbst ein wenig mitkochen. Im Rahmen unserer Fitnessausbildung begleiteten wir eine Sportlehrerin und erhielten Einblicke in verschiedene Turnstunden. Ein Ausflug zu einem nahegelegenen See an einem Mittwochnachmittag war auf jeden Fall eine sehr lustige und unvergessliche Erinnerung für uns.


Besonders gelernt haben wir während dieser Zeit, wie man mit Menschen kommuniziert, auch wenn man nicht dieselbe Sprache spricht. Obwohl wir einige Grundkenntnisse in Französisch hatten, war es oft eine Herausforderung, sich zu verständigen. Dadurch wurden wir kreativer und haben gemerkt, dass wir offener auf andere zugehen können. Gleichzeitig konnten wir viele neue französische Wörter und Redewendungen lernen.
Darüber hinaus haben wir gelernt, mit ungewohnten Situationen umzugehen. Dinge, die uns anfangs vielleicht nicht so gut gefallen haben, entwickelten sich oft besser als erwartet. Wir haben gelernt, das Beste aus jeder Situation zu machen.
Während unseres Aufenthalts in Frankreich haben wir viele wertvolle Erfahrungen gesammelt, die wir so schnell nicht vergessen werden. Besonders hervorheben möchten wir die Menschen vor Ort – egal ob Schüler:innen, Lehrer:innen oder andere Personen, die wir außerhalb der Schule getroffen haben. Alle waren durch und durch freundlich und begegneten uns mit einer Herzlichkeit, die uns sehr beeindruckt hat. Wir wurden offen empfangen und stets unterstützt, sodass wir uns von Anfang an willkommen fühlten.
Die Lehrer:innen waren äußerst bemüht, uns den Schulalltag so angenehm wie möglich zu gestalten. Oft wurden Arbeitsblätter für uns ins Deutsche übersetzt, und wir wurden aktiv in den Unterricht eingebunden. Das hat uns sehr positiv überrascht und uns das Gefühl gegeben, wirklich Teil der Klasse zu sein. Auch die Schüler:innen zeigten großes Interesse daran, mit uns zu kommunizieren. Viele versuchten, ein paar Wörter Englisch zu sprechen, wodurch ein Austausch trotz Sprachbarrieren möglich wurde.
Insgesamt haben wir nicht nur sprachlich und persönlich viel dazugelernt, sondern auch einen Einblick in den Alltag und das Leben in Frankreich bekommen, das sich in vielerlei Hinsicht von unserem unterscheidet. Dank der großartigen Organisation und der herzlichen Menschen vor Ort hatten wir eine wunderschöne Zeit, die wir niemals vergessen werden.

