Faszinosum Island

Faszinosum Island

Von Yvonne Eibler und Marie-Theres Jud

Island steckt voller Überraschungen und Besonderheiten – das durften wir während unseres fünfwöchigen Praktikums im Norden zur Genüge erfahren. Schon bei unserer Ankunft löste das Land bei uns pure Faszination aus, immerhin war es zu diesem Zeitpunkt hell, als wäre es später Nachmittag, obwohl es Mitternacht war. Im Sommer geht dort nämlich die Sonne nur für einige Stunden unter. Unterkommen konnten wir in einer netten Wohnung nahe dem Stadtzentrum von Reykjavik, bei einem Vermieter, der uns gleich bewies, wie klein die Stadt wirklich ist, da offensichtlich jeder jeden kennt und jeder irgendwie miteinander verwandt ist, wenn auch nur sehr weit entfernt und weit in der Vergangenheit zurückliegend.
Unser Praktikum selbst absolvierten wir beim Reykjavik Art Museum, das in der ganzen Stadt auf drei verschiedene Locations mit verschiedenen Schwerpunkten aufgeteilt ist. Das „Hauptquartier“ befindet sich am Hafen, daher auch der Name „Hafnarhús“ (=Hafenhaus), dieses stellt hauptsächlich zeitgenössische Kunst von nationalen Künstlern und Künstlerinnen aus. Während unseres Aufenthalts befanden sich im Hafenhaus insgesamt 4 Ausstellungen: Von Erró „Mao’s World Tour“, von verschiedenen isländischen Künstlern und Künstlerinnen „Human Conditions“, von Finnbogi Pétursson „Hz“ und von Ragnheiður Káradóttir „mini-mini multiverse“, bei deren Vernissage wir als Gäste geladen waren. Im zweiten Museum, Asmundarsafn, werden hauptsächlich Skulpturen des Isländers Ásmundur Sveinsson ausgestellt, der dieses Museum selbst erbaut hat und darin gewohnt hat, dort haben wir aber insgesamt nur 2 Tage verbracht. Im dritten Museum, Kjarvalstadir, in dem wir die meiste Zeit verbringen durften, werden nur florale Werke ausgestellt, einerseits von dem isländischen Künstler Kjarval, nach dem diese Location auch benannt wurde. Weiters kann man Zeichnungen und Gedichte des isländischen Künstlers Sölvi, der eine bedeutende Rolle der nationalen Kunstgeschichte spielt, bewundern und erstmals werden auch internationale Werke gezeigt, denn die Ausstellung „Let Beauty Rule“ mit Kunst von dem Briten William Morris wurde während unserer Zeit in Island eröffnet.

Zu unserem Aufgabenbereich zählte unter anderem das Aufpassen auf die verschiedenen Galerien und Ausstellungsstücke, sowie das zur Verfügung stellen von Informationen und Hilfe für Besucher_innen. Von Zeit zu Zeit mussten wir außerdem die Museums-Shops in Ordnung und vor allem sauber halten und kleinere Dekorationsaufgaben zur Gestaltung des Kinderbereichs wurden uns auch aufgetragen. Während unserer Zeit in dem Museum durften wir mit vielen Menschen Bekanntschaft schließen, die uns zeigten, wie freundlich und zuvorkommend die Isländer_innen sind, und vor allem, welche ausgezeichneten Englischkenntnisse jede_r hat, was unserem Englisch wirklich gutgetan hat. Unser Betreuer, Markús Andresson, stellte uns fast das gesamte Museumspersonal vor und wir freundeten uns mit den meisten davon sofort an.
Die Freizeit in Island wurde zur Erkundung der Natur rund um Reykjavik genutzt. Da wir kein Auto mieten konnten, stand nur der Bus und verschiedene Touren infrage. Das Reiten auf Islandpferden, die Golden Circle Tour, der Süden mit den schwarzen Sandstränden und Wasserfällen, zwei wundervolle Wanderungen mit Baden in heißen Quellen und das Besichtigen eines Nationalparks standen auf unserem Programm. Wir haben viel gesehen und umso mehr aufregende Eindrücke gesammelt, aber fertig sind wir mit dem Erkunden dieses Landes noch lange nicht.

Share This Story, Choose Your Platform!